Zeit
Stop all the clocks...

ein schwarzer tag. schule in trauer. so ruhig war es noch nie in unserem mss-raum. mein mathelehrer gestorben. schock. entsetzen. bestürzung. unfassbar. in diesem kollektiven gefühl der ohnmacht findet man es nicht mal mehr seltsam, dass man zusammen mit der deutschlehrerin weint, die sich sonst doch zu kaum einer gefühlsregung hinreißen lässt. und der verdammte himmel draußen mit den flockigen weißen wölkchen ist so schön wie schon lange nicht mehr. auf schmerzliche weise wird einem klar, dass die welt sich weiter dreht. und am freitag war man noch froh, dass mathe ausfiel. hätte man da gewusst, dass er schon im koma lag, ganz allein in seinem haus... man fühlt sich so schrecklich. hat man sich doch so oft grundlos und unbedacht aufgeregt. dabei war er eigentlich so nett, so um seine schüler besorgt, seine ganzen mitmenschen. das weiß man so oft nicht zu schätzen, das menschliche. erst zu spät. er war einfach zu intelligent um an der schule zu unterrichten. alles viel zu unwirklich. höre doch noch seine stimme, sehe ihn vor mir stehn. so... so plötzlich...

Stop all the clocks, cut off the telephone,
Prevent the dog from barking with a juicy bone.
Silence the piano and with muffled drum
Bring out the coffin, let the mourners come.

Let aeroplanes circle moarning overhead
Scribbling on the sky the message: He is Dead.
(W. H. Auden)

ich bin für soetwas nicht geschaffen. bin wohl zu labil. kann damit nicht umgehen. so ungerecht. das leben ist eine alte drecksau.
4.9.06 16:29
 


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