Zeit
strange infatuation.

die zeit verstreicht und ich scheine es gar nicht zu merken. der sommer ist wohl schon vorbei, den herbst habe ich für dieses jahr offiziell gestrichen, davon hatte ich letztes jahr genug. aber winter ist irgendwie auch noch nicht. kein wunder, dass die zeit so nichtssagend verstreicht. was ich antworten soll, wenn man mich fragt wie's mir geht? ganz gut. nicht schlecht... nicht schlecht. das trifft's wohl am ehesten. nich besonders gut, aber eigentlich auch nicht schlecht. das ist sehr toll, wenn man bedenkt, dass es mir dieses jahr die meiste zeit über ziemlich beschissen ging. er kriecht also so dahin, der herbst, den's eigentlich gar nicht gibt. ein highlight: der trip auf die grüne insel. irland. 8 tage. abenteuerlich. beeindruckend. ich liebe dieses land. seit ich das erste mal dort war. cape clear island. da wohnt man. schön. wunderschön. zu schön. mein gott. ich würde es dort nicht aushalten. man kann angesichts solcher schönheit auch zu grunde gehn. mir kann soetwas jedenfalls passieren. jeden tag tritt man zur tür hinaus und sieht sich in seinem traum. sieht sich in seinem traum gefangen. man sitzt auf den klippen und kann kaum atmen, weil man sich von der pracht überwältigt fühlt, weil die rauschende brandung einen zu erdrücken droht. es ist zu perfekt. würde man mich längere zeit alleine auf der insel leben lassen, ich würde mich mit meinen eigenen waffen schlagen. zuviel zeit zum denken. würde im kopf den widerspruch suchen und an dieser perfektion verzweifeln. beängstigender gedanke. aber ich war nur eine woche dort. und diese woche wurde so schnell zu einem zustand der gewöhnung- unglaublich wie diese insel einen in den bann zieht. wäre gern länger geblieben. eine schöne zeit war's, wie ich finde. und nun spielen sich jedesmal, wenn man mit irland telefoniert, die bilder ab, die man selbst gesehn hat. anders als gedacht war es. aber das ist nicht wichtig. nochmal gespürt, wie es ist, jemanden zu vermissen, der neben einem sitzt. die sterne gesammelt. leaving cape clear never easy. wenn man nicht weiß, ob man jemals zurückkommen wird. in cork von ein paar augen gefangen genommen. the italian keanu reeves. eine nacht, die man niemals vergisst. mit franzosen, italienern, iren... und mir. ein traum. und irgendjemand hielt die zeit nicht an für uns. statt einer halben stunde schlaf eineinhalb stunden, zur verwirrung eines franzosen jede menge flüche. fuck fuck fuck. kein frühstück und kein abschiedskuss von keanu. fuck. bus verpasst. zug verpasst. fast das flugzeug verpasst. zwanzig minuten vor abflug eingecheckt. mit viel hilfe von netten iren. abenteuer... cork prickelt immer noch. und schon ist man wieder im leben. ende der letzten herbstferien. man realisiert es gar nicht. gehe gern zur schule grad. abgesehn von der gepflegten langeweile im unterricht haben wir doch alle sehr viel spaß. man gründete eine band. und schwelgt gemeinsam mit cookies in den erinnerungen vom irland-trip letztes jahr. wie ich sie alle vermissen werde. wen ich alles jetzt schon vermisse... und wieder so eine perfekte nacht mit den jungs gestern, in der man sich wünscht, es könne so sein wie früher. als alle hochbegabten sich noch mit schulen im umkreis von 5 km zufrieden gaben. kaum geschlafen, viel gelacht. so soll es sein. und ein paar worte, die einen zum nachdenken bringen. manche beziehungen... vielleicht stimmt's ein bisschen. machen wir doch keinem was vor. ein paar momente, in denen die musik verstummt und die freunde im rückspiegel verschwinden.
strange infatuation.
und man hat die frage damals noch mit "nein" beantwortet.
strange infatuation.
das ist natürlich quatsch.
die zukunft in die hand genommen heute. was gar nicht so einfach war. die musik. die musik, die einen packt, wo's wehtut und keinen klaren gedanken mehr zulässt. once more with feeling. wäre echt schade, wenn nicht. traurig. enttäuscht. wenn ich es wage, das zu sein. this has got to die. this has got to stop. to think I might not see those eyes.
strange infatuation.

30.10.06 02:33
 


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